Gandia an der Ostküste Spaniens in der Provinz Valencia
Espana | 13 November 2008 | 20:53Gandia hat eine ziemlich blutige Vergangenheit. Umso interessanter ist die Tatsache, dass die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt nun im Besitz des Jesuitenordens ist. Wie es dazu kam? Nun, das ist eine interessante Geschichte. Im Jahr 1485 wurde ein gewisser Rodrigo Borja, der später zum Papst Alexander dem 6. gewählt wurde, zum Herzog von Gandia ernannt. Er begründete die Familie der Borgia, die die Stadt fest im Griff hatte und auch vor Mord und Korruption nicht zurück schreckten. Vor allem seine Kinder und Enkelkinder verbreiteten Angst und Schrecken in der Region. Erst sein Urenkel konnte den Namen der Familie wieder in der rechte Licht rücken, als dieser sich dem Jesuitenorden anschloss. Der Papst Clemens der 10. sprach diesen Urenkel im Jahre 1671 heilig und so wurde er zu Sankt Francis Borja. Der Herzogspalast, Palacio Ducal, ging dadurch in den Beitz der Jesuiten über und ist das auch heute noch. Der schlichte, gotische Innenhof steht in starkem Kontrast zu den prunkvollen Räumen und Sälen des Palastes. Das kleine Pation verfügt über einen gekachelten Boden, der die 4 Elemente darstellt – sehr eindrucksvoll!

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