Ripoll in der Provinz Girona in der Region Katalonien im Osten Spaniens
Espana | 16 Januar 2012 | 05:18Ripoll war einst nur ein kleines Bergdorf, eine Art Zufluchtsort für Wanderer auf dem Weg gen Norden. Später wurde der Ort zu einer kleinen Festung von wo man die immer näher kommenden muslimischen Besatzer angriff. Heutzutage ist Ripoll vor allem für das Kloster Monestir de Santa Maria bekannt, das im Jahre 888 nach Christus gegründet wurde. Man nennt die Stadt unter anderem “die Wiege Kataloniens”, weil hier sowohl die Macht in Form von Guifre el Pelos (Wilfried dem Haarigen) ansässig war und man aber auch gleichzeitig das kulturelle Zentrum hier eingerichtet hatte. Guifre el Pelos ist der Begründer einer 500-jährigen Dynastie, dem Haus von Barcelona und er liegt hier in Ripoll im Kloster begraben. Im späten 12. Jahrhundert wurde das eindrucksvolle Westportal des Klosters mit einer Serie von filigranen, romanischen Steinarbeiten versehen und man muss ehrlich zugeben, dass diese Arbeiten wohl zu den schönsten in ganz Spanien zählen. Sie stellen verschiedene biblische und historische Szenen dar. Man mag kaum glauben, dass Menschen diese Arbeit einst mit ihren eigenen Händen und ohne maschinelle Hilfe fertig gestellt haben. Diese Steinarbeiten sind die einzigen, abgesehen vom Kreuzgang, der sich über zwei Stockwerke erstreckt, künstlerischen Arbeiten, die von anti-kirchlichen Hetzzügen und anderen Kriegen verschont geblieben sind und aus der damaligen Zeit stammen. Die anderen Arbeiten sind Rekonstruktionen aus dem 19. Jahrhundert, die deshalb jedoch nicht weniger sehenswert sind! Lassen Sie sich von der Wiege Kataloniens verzaubern! Herzlich Willkommen in Ripoll!

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