San Millan de la Cogolla in der Provinz La Rioja in Nordspanien
Espana | 3 Januar 2012 | 05:17Dieses Dorf wuchs rund um zwei hier gegründete Klöster. Auf einem Berghang oberhalb des Dorfes steht das Monasterio de San Millan de Suso. Dieses Kloster wurde im 10. Jahrhundert an der Stelle gegründet wo 500 Jahre zuvor Emiliano, ein Hirte und Eremit, eine Gemeinde gegründet hatte. Die Kirche wurde aus rosa Sandstein gehauen und ist mit sowohl romanischen als auch mozarabischen Verzierungen geschmückt worden. Die Gebeine des Heiligen Emilio werden in einem Grab aus Alabaster in der Kapelle aufbewahrt. Das Kloster Monasterio de San Millan de Yuso liegt etwas weiter unten im Cardena-Tal und wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert erbaut und ist somit deutlich jünger. Die Kirche, grösstenteils im Renaissancestil erbaut, hat wunderschöne goldene Barockportale und eine Sakristei im Stil des Rokoko mit fantastischen Malereien aus dem 17. Jahrhundert. Somit kann man hier sakrale Kunstgeschichte im Laufe der Jahrhunderte bewundern. In der Schatzkammer des Klosters kann man Elfenbeinplaketten bewundern. Ausserdem werden hier zwei mit Juwelen besetze Schreine für Reliquien ausgestellt. Sie stammen aus dem 11. Jahrhundert, wurden aber von französischen Soldaten 1813 geplündert. Schriften aus dem Mittelalter werden ebenfalls in der Schtazkammer aufbewahrt. Dazu gehört unter anderem eine Ausgabe von Texten in kastilianischer Sprache, die ersten ihrer Art. Es handelt sich dabei um einen Kommentar eines Mönches aus dem 10. Jahrhundert über ein Werk von San Cesareo de Arles “Glosas Emilianenses”.

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