Gibraltar, der Affenfelsen
info | 10 Februar 2008 | 13:42Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet an der Südspitze der iberischen Halbinsel. 1704 hat England den Felsen von Gibraltar der spanischen Krone durch Besetzung abgenommen. Seitdem steht Gibraltar unter der Souveränität des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Im Vertrag von Utrecht wurde die Annektion von Spanien offiziell anerkannt. Gibraltar ist etwa sechs Quadratkilometer groß und besteht überwiegend aus Kalksteinfelsen, die bis zu 430 Meter hoch aus dem Meer hinausragen. Insgesamt leben in Gibraltar etwa 30.000 Menschen. Hauptattraktion für viele Touristen sind die frei lebenden Affen, die sich meist den ganzen Tag bereitwillig fotografieren lassen. Von der Aussichtsplattform hat man bei gutem Wetter einen herrlichen Blick auf das Meer und kann bis zum 20 Kilometer entfernten Afrika sehen. Typisch britische Sehenswürdigkeiten sind die Bobbys und die Wachablösung vor dem Palast. Die gibraltische Bevölkerung hat ohne Ausnahme einen britischen Pass. Einwanderer bekommen durch die Ausländerbehörde einen britischen Pass für Gibraltar. Die Emigranten dürfen ihre alte Staatsbürgerschaft behalten. Spanien und das Vereinigte Königreich hatten in der Vergangenheit mehrfach Diskussionen darüber, ob die Kolonie Gibraltar aufgelöst werden solle. Dabei siegten immer wieder die Briten mit ihrem Hauptargument, dass Spanien selbst zwei Konklaven in Marokko aufrechterhält und nicht daran denkt, Ceuta und Melilla an Marokko zurückzugeben.
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